Nina Hagen

Nina Hagen, 1955 als Catharina Hagen in Ost-Berlin geboren, zählt seit Jahrzehnten zu den prägendsten und zugleich eigenständigsten Persönlichkeiten der deutschsprachigen und internationalen Musik- und Kulturszene. Aufgewachsen in einem Künstlerhaushalt, entwickelte sie schon früh eine ungewöhnliche stimmliche und schauspielerische Präsenz. Erste berufliche Erfolge feierte sie noch in der DDR: Neben Rollen in DEFA-Produktionen wurde sie durch den Hit „Du hast den Farbfilm vergessen“ zu einer der populärsten jungen Stimmen des Landes. Wie man später in den Jahren 1988 und 2010 in ihren Autobiografien "Mein sinnliches und übersinnliches Leben" und "Bekenntnisse" erfahren konnte, war sie als junger Mensch in der DDR grenzwertigen Gefahren ausgesetzt.  Ihr Leben nahm jedoch durch eine Nahtod-Erfahrung auf LSD, die sie selbst als "Feuertaufe im heiligen Geist" bezeichnet, im Jahr 1972 eine positive Wende, denn ihr Glaube an Gott und Jesus Christus prägt seitdem ihr Leben. Das verkündet sie seit den späten 70er Jahren immer mehr auf ihren Konzerten. Ihre damalige Nähe zu der DDR-Liedermacher- und Oppositionsszene, insbesondere zu Wolf Biermann, führte 1976 zur Ausreisegenehmigung – ein politischer Einschnitt, der den Ausgangspunkt ihrer internationalen Karriere als Sängerin bildete.  

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