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Wie
einer der Vorkämpfer deutscher Popmusik
nach einem innovativen Projekt suchte
und Grönland neu entdeckte.
Grönland
ist ein dynamisches junges Label und Herbert
Grönemeyer sein Gründungsvater.
Das Label wurde in Verbindung mit dem
8-CD Box Set "Pop 2000" ins
Leben gerufen, welches Grönemeyer
selbst in die Wege leitete, zusammen
mit einer Fernsehreihe, die die deutsche
Musikkultur des 20. Jahrhunderts dokumentierte.
Pop 2000 vereinigt 140 Bands, die die
Geschichte von 50 Jahren Popmusik und
Jugendkultur erzählen. Bis heute
wurden allein 10,000 Kopien davon verkauft.
Die Offenheit und der Respekt, mit
denen Grönemeyer anderen Künstlern
begegnet, half nicht nur bei der Realisierung
von Pop 2000, sondern ist auch die
Haupteigenschaft von Grönland.
Diese Einstellung ist in der Branche
alles andere als gewöhnlich. Normalerweise
sind es nicht die Künstler, sondern
die Controller und Vorstandsvorsitzenden,
die ein Label leiten, angetrieben von
Einsparungsmaßnahmen und besessen
von den Interessen der Aktionäre
und Aktienpreisen.
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Grönemeyer
selbst hat mehr als zwanzig Jahre lang
mit dem Verkauf von mehreren Millionen
Schallplatten und einer erfolgreichen
Karriere als Schauspieler die Popkultur
in Europa dominiert. Heutzutage ist er
nicht nur der Öffentlichkeit bekannt,
sondern auch unter Plattenfirmen-Executives
berühmt-berüchtigt, die ihn
als einen Künstler beschreiben,
der seine Rechte kennt und sich nicht
betrügen lässt.
Grönemeyer's
Kampf mit Plattenfirmen war immer konstruktiv.
Er hat niemals seinen Produktionsprozess
von jemand anderem kontrollieren lassen
und ging sogar soweit, seine eigenen
Marketingkampagnen zu gestalten und
durchzuführen. Die Inspiration
hinter Grönland ist ganz einfach
die Philosophie, dass nicht die Marketingstrategie
dominiert, sondern dass der Musiker
und sein Handwerk Geschäftsentscheidungen
beeinflussen. Ohne die wirtschaftlichen
Aspekte für das Überleben
eines Plattenlabels außer Acht
zu lassen, weigert sich Grönland
Ltd, eine Produktionsstätte oder
ein Beispiel für "Wie Marketing
Musiker erzeugt" zu werden. |
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Das Label versteht
sich vielmehr als fruchtbares Feld,
auf dem sich Kunst und Musik frei entfalten
können und auf dem die über
die Jahre investierte Pflege und Zeit
zu Erfolg führen. Seine kleine
Belegschaft und optimale Struktur ermöglichen,
dass Grönland keinem kommerziellen
Druck unterliegt, was wiederum gewährleistet,
dass das Label seiner Ideologie - seine
Bemühungen auf die jeweiligen
Künstler zu konzentrieren - treu
bleiben kann. Grönland nimmt pro
Jahr nur ein paar Bands und Projekte
unter Vertrag. Somit ist es ihnen möglich,
den Musikern volle Unterstützung
und Aufmerksamkeit auf dem oft steinigen
Weg durch die Musikindustrie zu geben.
Auf diese Art und Weise kann Grönland
garantieren, sich um die individuellen
Bedürfnisse der Bands zu kümmern.
Ein Service, den große Plattenfirmen
heutzutage kaum anbieten.
Qualität ist Grönland's Hauptpriorität,
wobei sich das Label nicht auf ein
bestimmtes Genre beschränkt. Egal
ob Pop, Rock, R&B, Hip Hop, Electronica
oder Dance, Grönland nimmt sich
Projekten an, denen sich andere aufgrund
von angeblich mangelndem Charterfolg
nicht annähern.
Weitreichende Erfahrung und scharfer
Geschäftssinn sind das Rückgrat
des Labels, das von Grönemeyer
und René Renner (ehemaliger
A&R bei EMI) geleitet wird, und
durch einen kürzlich unterschriebenen,
weltweiten Deal mit Virgin unterstützt
wird. Grönland hat ein großes
Netzwerk an unabhängigen Experten
und Einrichtungen gebildet um mit dem
globalen Markt mithalten zu können.
Dieses Netzwerk bedeutet auch, dass
das Label auf eine Art und Weise flexibel
sein kann, die den großen Plattenfirmen
verwehrt ist.
Darüberhinaus hat Grönland
seine eigenes Aufnahmestudio in den
Mayfair Studios (Primrose, London,
UK) eingerichtet, um höchste Produktionstandards
nicht nur für Grönemeyer,
sondern auch für neue Bands bereitzustellen.
Das Studio rühmt sich mit vollprogrammierbarem
ProTools Equipment und einer großen
Auswahl an 'outboard’ Geräten,
unter anderem High End Valves, Fearn,
ADL, Mazenberg und Helios EQs. Zu den
Künstlern, die in den Mayfair
Studios aufgenommen haben, gehören
Radiohead ("OK Computer"),
Travis ("The Man who..."),
Coldplay ("Coldplay", "Rush
of Blood"), Blur ("Blur"),
Tina Turner ("Private Dancer")
und Bjork ("Debut").
Grönlands Vorstandsmitglieder
spiegeln das Bekenntnis des Labels
zu Flexibilität und Kreativität
wieder. Unter ihnen ist der niederländische
Fotogr Anton Corbijn (London, UK),
dessen Arbeit einen starken Einfluss
auf den heutigen Zeitgeist hat und
der seine künstlerischen Fähigkeiten
dem Label zur Verfügung stellt.
Corbijn ist nicht nur ein berühmter
Fotograf (Beispiele seiner Arbeit sind
Albumcover für U2, Depeche Mode,
Metallica, Grönemeyer, R.E.M.
und Nick Cave), sondern auch Regisseur
von Musikvideos, unter anderem für
Nirvana ("Heart Shaped Box"),
U2 ("One"), Depeche Mode
("I Feel You"), Rollins Band
("Liar"), und Bryan Adams
("Have You Ever Really Loved A
Woman").
Walisischer Mixing Engineer, Programmer
und Produzent Alex Silva (London, UK)
co-produzierte Grönemeyer's "Bleibt
Alles Anders", "Stand der
Dinge", und Deutschlands schnellst-verkaufteste
Platte aller Zeiten, "Mensch" (2.8
Millionen Exemplare und es kommen immer
noch mehr dazu; veröffentlicht
Sept. 2002), für die er die Auszeichnung
als "Bester Producer" bei
der kürzlich stattgefundenen deutschen
ECHO - Verleihung erhielt. Silva hat
auch mit anderen Künstlern zusammengearbeitet,
unter anderem mit 5th Amendment, Finley
Quaye und den Manic Street Preachers,
hat für Künstler wie Texas,
Mansun, Skunk Anansie programmiert
und zwei Jahre mit Dave Stewart gearbeitet.
Der österreichische Grafikdesigner
Walter Schoenhauer (Berlin, Deutschland),
der kürzlich das Artwork für
Peaches neueste Platte "Father
Fucker" und das Design für
das Buch der Chicks on Speed fertiggestellt
hat, ist verantwortlich für Grönlands
Look, seine Albumcover und jegliches
anderes Artwork des Labels. Er hat
unzählige Ehrungen für seine
Arbeit erhalten, unter anderem den
Deutschen Art Director's Club Preis
für "Pop 2000" und andere
Auszeichnungen, z.B. Clio, NY Festival,
CA, und The One Show. Zahlreiche Preise
erhielt er auch für seine Designs
in Magazinen (Wiener, Tempo, La Style
USA, Cosmopolitan Deutschland). Seine
beste Arbeit war in Astrid Proll's
Buch "Pictures On The Run" für
Steidl und Scalo.
Neben der Tätigkeit als Plattenlabel
bietet Grönland Ltd eigenen sowie
auch anderen Künstlern die Möglichkeit,
dem hauseigenen Verlag, Polar Bear
Publishing, beizutreten. Dieser verwaltet
Herausgeberrechte und zielt aktiv auf
die vielen Möglichkeiten, in denen
die Musik eines Künstlers in verschiedenen
Foren genutzt werden kann.
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